Die Zahl der Umgangsverfahren hat sich weit mehr als verdoppelt, die Kosten für Eltern bei Unterhaltsstreitigkeiten durch Anwaltszwang haben sich massiv erhöht, gemeinsame elterliche Verantwortung wird weiter behindert und Kinder unnötig belastet - so lautet die desaströse Bilanz der Unterhaltsrechtsreformen der letzten 25 Jahre.
Aktuelle Meldungen Familenrecht und Kinder
Mütterrente: Rückwirkende Abänderung des Versorgungsausgleichs nach Trennung/Scheidung auf Antrag
Mit der sogenannten Mütterrente wurde zuletzt i.d.R. Müttern ein rückwirkendes Geschenk gemacht, dass den Versorgungsausgleich tangiert.
Durch die Mütterrente III werden allen Müttern pro Kind 3 Entgeldpunkte auf das Rentenkonto (rückwirkend) gutgeschrieben. Haben sich Eltern vor einiger Zeit getrennt/geschieden und wurde dabei über den Versorgungsausgleich entschieden, kann dadurch ein Grund für einen Antrag auf Abänderung des selbigen entstehen, wenn seinerzeit die Mütterrente noch nicht berücksichtigt werden konnte. Zu beachten ist, dass ein Rentenpunkt derzeit ca. 40 Euro Rente ausmacht. Was bedeutet, dass dem anderen Elternteil pro Kind ein Ausgleichsanspruch von 1,5 Rentenpunkten (also derzeit ca. 60 Euro mehr Rente) zusteht.
Der Anspruch ist zwar gesetzlich begründet, wird aber nur auf Antrag gewährt. Der Antrag auf Abänderung des Versorgungsausgleichs ist daher bei Gericht zu stellen. Zu beachten ist die Geringfügigkeitsgrenze von 5% Differenz.
Eltern Bleiben plant bei Bedarf einen Workshop zum Versorgungsausgleich mit dem allseits bekannten Diplom Juristen Manfred Herrmann durchzuführen. Falls das Thema interessant ist, gerne kurze
Vaterschaft: Leibliche Väter durch neues Gesetz gestärkt?
Das Bundesverfassungsgericht zwang den Gestzgeber die Vaterschaftsanfechtung neu zu regeln. Das neue Gesetz sieht also nunmehr vor, dass ein Vater eine rechtliche Vaterschaft eines anderen Mannes anfechten kann. Soweit so gut. Aber was bringt das?
Erste Hilfe bei Trennung
Eine Trennung ist immer schwer. Sind Kinder involviert, kann das traumatische Folgen für diese haben. Für die gesamte Familie können sich dramtische Konsequenzen durch überstürzte Handlungen ergeben. Unser Kurzleitfaden spricht wichtige Themen an.
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Trennungseltern erleben immer wieder, wie defizitär unser Familienrechtssystem in Deutschland oftmals ist, wenn es darum geht, Kindern eine gute Beziehung zu beiden Eltern auch nach einer Trennung dauerhaft zu ermöglichen. Dies hat negative Auswirkungen sowohl auf die Kinder, als auch auf die Eltern.
Mit seinen Kanutouren wendet sich der KV Frankfurter seit Jahren an Kinder, Väter und Mütter, die in ihrem Leben Trennung und Scheidung erfahren mussten. Die Kinder haben dabei richtig viel abenteuerlichen Spaß und lernen dabei ihre Eltern neu kennen.
Frau Prof. Walper ist Direktorin des Deutschen Jugendinstitutes in München. In Ausgaben 2 und 3/2023 der Zeitschrift für Kindschaftsrecht und Jugendhilfe (ZKJ) hat sie mit Co-Autoren (unfreiwillig) das Phänomen Eltern-Kind-Entfremdung anerkannt. Sie nennt es: „restriktives Gatekeeping des hauptbetreuenden Elternteils auf Grund fehllaufender Abkehr zuvor bestehender Gemeinsamkeiten in der Familie“, ggf. kombiniert mit „generell gravierend eingeschränkter Erziehungsfähigkeit des Hauptbetreuenden“.
Soviel Weitblick findet man in der TAZ selten: Der Rechtsanwalt und Hochschullehrer Andreas Gran fordert in einem Gastkommentar die Überwindung veralteter konservativer Rollenbilder, um die Gleichstellung zwischen Mann und Frau zu erreichen.
Der VAfK hat eine Umfrage gestartet, um zu ermitteln, wie lange Sorgerechts- und Umgangsverfahren in Deutschland dauern – werden diese tatsächlich beschleunigt durchgeführt, wie es sein soll, oder dauern diese noch immer so lange, dass sich häufig eine Entfremdung einstellt?
Bitte macht mit und erfasst (anonym) die Daten eurer Verfahren. Mit den Daten können wir entsprechende Veränderungen einfordern. (zur Umfrage hier klicken)
Berlin: (hib/LL) Eine stärkere Berücksichtigung der spezifischen Belange von Jungen, Männern und Vätern, der reflektierte Umgang mit tradierten Rollenbildern im Bildungssystem, die Eröffnung neuer Möglichkeiten in der Arbeitswelt: Das würde die Gesellschaft dem Ziel der Gleichstellung von Frauen und Männern insgesamt näher bringen, so die Sachverständigen im öffentlichen Fachgespräch des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend am Mittwochmittag mit Vertretern des Bundesforums Männer, der politischen Interessenvertretung für Jungen, Väter und Männer.
UPDATE: Jetzt mit Link zum Referentenentwurf.
Marco Buschmann versucht gerade "die größte Familienrechtreform aller Zeiten" scheibchenweise den Bürgern unterzuschieben. So mit der Änderung des Namensrechtes. Dabei gibt es wichtigere Themen wie z.B. die Doppelresidenz und das Unterhaltsrecht, welche dringend einer zeitgemäßen gesetzlichen Regelung bedürfen.
Seit etwa 3 Monaten rollt die Kampagne "GENUG TRÄNEN" auf ihren Social-Media-Kanälen (Instagram, Twitter, Facebook) wöchentlich Video-Clips aus, in denen „Testimonials“ ihren persönlichen Bezug zum Thema Eltern-Kind-Entfremdung und ihr Motiv zur Unterstützung der Initiative erzählen. Von der Öffentlichkeit werden die kurzen Videos sehr positiv angenommen.
Beinahe versteckt lädt Katrin Helling-Plahr recht kurzfristig zur 1. Familienrechtskonferenz am Montag, den 13. März 2023, von 16:00 Uhr bis 17:30 Uhr im Deutschen Bundestag ein.



