Eine Besonderheit der Studie ist, dass sie einen Geschlechtervergleich mit hoher Stichprobengröße ermöglicht. Die Befunde weisen darauf hin, dass Frauen und Männer ähnlich häufig von psychischer sowie körperlicher Gewalt in (Ex-)Paarbeziehungen betroffen sind (5-Jahresprävalenz).
Weibliche Betroffene weisen jedoch eine deutlich höhere Inzidenz und Schwere der Gewalt auf. Deutliche Geschlechterunterschiede konnten bei sexuellen Übergriffen, sexueller Belästigung und Stalking festgestellt werden. Hier weisen Frauen sowohl hinsichtlich der Prävalenz, Inzidenz und Schwere der Gewalt eine höhere Belastung auf. Es zeigt sich jedoch, dass auch Männer in deutlichem Ausmaß von sexueller Belästigung, sexuellem Übergriff und Stalking betroffen sind.



