Die Zahl der Geburten in Deutschland schrumpft weiter kontinuierlich. Viele Menschen entscheiden sich inzwischen gegen Kinder. Während im Ausland sich die Geburtenrate teilweise stabilisiert, passiert in Deutschland so gut wie nichts um die Familienbildung zu fördern.
Dabei machen es uns z. B. Finnland und Spanien vor, wie man Familien und eine partnerschaftliche Kinderbetreuung fördern kann. So wird in Finnland die Elternzeit hälftig aufgeteilt und in Spanien wurde der Elternurlaub zur Geburt des Kindes (dort für Vater und Mutter) gerade erst von 16 auf 19 Wochen verlängert.
In Deutschland wurde das Elterngeld seit Jahren nicht erhöht und auch dem Vaterschaftsurlaub zur Geburt wurde eine Absage erteilt. Auch einem Bevölkerungswachstum durch Aufnahme von Geflüchteten und Familiennachzug steuert die Bundesregierung dank des Druckes von Rechtsradikalen entgegen. Den Fachkräftemangel und der Rentenkrise will man durch die arbeitende Bevölkerung ausbaden lassen, statt durch gezielte Förderung von Familien und partnerschaftlicher Kinderbetreuung das Problem zu minimieren.
Auch das Familienrecht ist nach wie vor nicht geeignet eine partnerschaftliche Kindererziehung zu fördern, da man auf das Modell Alleinerziehung setzt und Gerichte weiterhin dieses Modell bevorzugen. Eine entsprechende Gesetzesänderung ist weiter nicht in Sicht.
Da man wohl davon ausgeht, dass der Zug abgefahren ist, steckt man hier den Kopf in den Sand, anstatt den Zug auf das richtige Gleis zu bringen. Das fördert die Rechtsradikalen, die von der ignoranten Politik profitieren und die schlechte Stimmung im Land anheizen.



